Kurzbesuch beim Turiner Grabtuch
Vom 13. bis 16. Mai 2010
Reisenummer RN: 0ITP0007
Geistliche Begleitung:
Prälat Dr. Egon Mielenbrink
Kaum eine andere Reliquie hat solche leidenschaftlichen Diskussionen aus- gelöst wie das Turiner Grabtuch. Für Christen ist die Frage der Echtheit nicht die entscheidende. Vielmehr bietet sich diese Reliquie dazu an, sich in das Geheimnis des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu zu versenken. Diese Kurz-Reise bietet sich dazu Gelegenheit, denn im Jahr 2010 ist das Grabtuch wieder im Dom von Turin ausgestellt. Wichtige Hinweise auf die Ursprünge dieser Reliquie gibt eine Predigt aus dem Jahr 944. Seinerzeit wurde das Tuch von Edessa, dem heutigen Sanlıurfa, nach Konstantinopel – dem heutigen Ístanbul – überführt, um es vor den heranrückenden Arabern zu retten. In diesem Zusammenhang blieb überliefert: Jünger hätten nach dem Tod Jesu das Tuch nach Edessa zu dessen an Lepra erkranktem Fürsten Abgar gebracht, der daraufhin geheilt wurde und sich zum Christenglauben bekehrte. Abgar habe das Tuch dann – so gefaltet, dass nur das Gesicht sichtbar war – über dem Stadttor angebringen lassen. Damals war es üblich, Abbilder der Schutzgötter einer Stadt über dem Stadttor anzuheften.

Das Reise-Programm:
Donnerstag, 13. Mai
1. Tag: Münster – Turin
Frühmorgens Bustransfer von Münster und weiteren Zustiegsorten, die nach den Anmeldungen festgelegt werden, zum Flughafen Düsseldorf. Flug mit einer Maschine der Air Berlin vom Flughafen Düsseldorf zum Flughafen Mailand-Malpensa. Dort empfängt Sie Ihr italienischer Reiseleiter. Vom Flughafen Malpensa aus fahren Sie zunächst nach Mai- land. Schon die alten Römer schätzten seine strategische Lage zwischen Po, Adda und Ticino. Noch heute ist es das Handelszentrum Italiens, bekannt durch die berühmte Messen. Von der Piazza del Duomo erreicht man rasch alles, was die Stadt zu bieten hat: den Mailänder Dom mit der herrlichen Fassade, die Galleria Vittorio Emanuele II., die die Piazza del Duomo mit der berühmten Scala verbindet. Ihr Reiseführer wird mit Ihnen diese Sehenswürdigkeiten entdecken. An- schließend fahren Sie von Mailand aus nach Turin. Übernachtung.
Freitag, 14. Mai
2. Tag: Valdocco – Abtei Vezzolano
Zunächst fahren Sie in den Turiner Stadtteil Valdocco und besuchen den eindrucksvollen Gebäudekomplex, der dem Gründer der Salesianer gewidmet ist. In der Basilika Maria Ausiliatrice befindet sich der aufgebahrte Leichnam des Heiligen. Anschließend unternehmen Sie einen Ausflug in die Heimat Don Boscos östlich von Turin – mit zwei der wichtigsten religiösen Stätten des Piemont: In Colle Don Bosco, dem eindrucksvollen Gebäudekomplex, der dem Gründer der Salesianer gewidmet wurde, kann man das Haus, die Wallfahrtskirche, die Kirche der Maria Ausiliatrice, das Missions- und das Bauernmuseum besuchen. Hier begegnen Sie der Geschichte und der Spiritualität Don Boscos. Danach fahren Sie zur Abtei von Vezzolano: Die Abtei wurde einer Legen- de nach im Jahr 773 von Karl dem Großen erbaut. Sie liegt in einem Tal am Fuße des Albugnano und ist ein Schmuckstück romanisch-gotischer Kunst. Das Kloster wurde restauriert und besitzt Fresken aus dem 12. und 14. Jahrhundert. Es gilt als bedeutendstes romanisches Schmuckstück des Piemont. Rückfahrt nach Turin. Übernachtung.
Samstag, 15. Mai
3. Tag: Turin
Nach dem Eröffnungs-Gottesdienst besuchen Sie den Dom S. Giovanni Battista, wo Sie das berühmte Grabtuch aus der Nähe sehen können. Im Museo della Sindone können Sie anhand von Dokumenten und Unter- lagen versuchen, einige Geheimnisse des heiligen Tuches zu ergründen. Beim Rundgang durch die Innenstadt erleben Sie auch die barocke Pracht Turins sowie die glanzvolle Kirche San Lorenzo – hier befindet sich eine Kopie des Grabtuchs Jesu – und die Wallfahrtskirche Santuario della Consolata, die auch wegen ihrer kost- baren Votivgalerie bekannt ist. Die Kirche Corpus Domino hingegen, ein Werk des Barocks und reich verziert, erinnert an ein Wunder im Jahr 1453. Im Jahr 1831 – um die Rückkehr der Savoyer nach der napoleonischen Besetzung zu feiern – wurde die Kirche Grand Madre di Dio errichtet, eine Art Pantheon am Ufer des Po, überragt vom Monte dei Cappuccini (Kapuzinerberg). Am frühen Abend fahren Sie hinauf zur Wallfahrtskirche Super- ga und genießen einen Traumblick auf Turin bis hin zu den Viertausendern der Westalpen. Rückkehr nach Turin. Übernachtung.

Sonntag, 16. Mai
4. Tag: Turin – Biella – Münster
Nach dem Frühstück verlassen Sie Turin und fahren zum Santuario d’Oropa, einem der ältesten marianischen Wallfahrtsorte mit seinen 17 barocken Kapellen. Der Ort ist der Verehrung der Madonna Nera verbunden. Auf dem relativ kurzen Weg von Biella nach Oropa (ca. 15 Kilometer) muss man über 1000 Höhenmeter zurücklegen. Der Wallfahrtsort ist seit 2003 von der Unesco als einer der Sacri Monti als Weltkulturerbe anerkannt. Von oben hat man eine atemberaubende Aus- sicht über die Region Piemont, die Po-Ebene, das Monferrato und die Langhe bis hinein in die Seealpen. Über Biella fahren Sie nach Orta San Giulio, dem charakteristischsten Ort am Ufer des gleichnamigen Sees. Den Ort mit den Säulengängen, den Steinhäusern und Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert sollten Sie zu Fuß erkun- den. Nach einer Kaffeepause fahren Sie zum Flughafen Mailand-Malpensa. Am Abend Rückflug mit der Air Berlin vom Flughafen Mailand-Malpensa zum Flughafen Düsseldorf. Rücktransfer vom Flughafen Düsseldorf zu den Ausgangsorten dieser Reise.
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